Wie Kinder die Kamera erforschen

Die Kinder sollten die Möglichkeit bekommen ihren Alltag in Bildern festzuhalten. Dadurch können sie besondere Momente mit ihren Freunden oder erbaute Werke fotografieren. Diese eingefangen Bilder dienen als Dokumentation und zum Sprachaustausch zwischen Kindern, Eltern und pädagogischen Fachkräften.

Regelverständnis

Am Anfang sollte man gemeinsam mit den Kindern Regeln für dieses Medium einführen.  Diese Regeln können z.B. beinhalten, dass das Kind pro Tag fünf Bilder hat, da durch entwicklen die Kinder ein Gespür für sinnvolle aufnahmen. Kinder sollten dabei wertschätzend mit der Kamera umgehen (nicht fallen lassen oder durch die Gegend schmeißen).

Praxisbeispiele

  • Mit der Kamera auf Tierspuren gehen (2-6 Jahre)

    • Die Kinder fotografieren Tierspuren aus ihrer Umgebung z.B. Schmetterlinge, Ameisenstraße, Vögel usw. Des Weiteren kann man die Tierspuren suche weiterführen, indem man einen Ausflug in den Wald macht.
  • Kleine Bauwerke ganz Groß (4-6 Jahre)

    • Die Kinder dürfen sich ein Bild aus einer Auswahl von berühmten Gebäuden aussuchen. Dieses Gebäude dürfen sie alleine oder in einer Gruppe nachbauen und anschließend fotografieren.

Kompetenzerwerb

Dadurch lerne die Kinder den Blick auf besondere Erlebnisse zu fokussieren und wertzuschätzen. Die festgehaltenen Bildern bieten einen Sprachaustausch unter den Kindern, Eltern und den pädagogischen Fachkräften. Die Kinder reflektieren bei der Betrachtung ihrer Bilder unterschiedliche Faktoren: ihre Eindrücke, Erlebnisse, Herangehensweise bei erbauten Werken und sich selber in der jeweiligen Situation.

Des Weiteren erfahren die Kinder wie man mit einer Kamera umgeht und diese wertschätzt.  Der Umgang mit der Kamera beinhaltet nicht nur das technische Verständnis für die Nutzung der Kamera, sondern auch den sorgsamen Umgang mit dem Medium.